Augen lasern

Augen lasern – die Sehstärke wiederherstellen

Ihre Brille stört Sie? Kontaktlinsen sind Ihnen zu kompliziert? Mit dieser Meinung stehen Sie definitiv nicht alleine da. Immer mehr Menschen in Deutschland, welche unter einer Sehschwäche leiden, empfingen heutzutage das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen als lästig und entscheiden sich daher für einen operativen Eingriff bzw. eine Laserbehandlung an den Augen. Die sogenannte refraktive Chirurgie sorgt dafür, dass die Sehkraft des Patienten dauerhaft wiederhergestellt wird. Aufgrund des immensen technischen Fortschritts in der refraktiven Chirurgie ist die Korrektur der Hornhaut um tausensten Millimeter möglich. Bestenfalls kann nach der Behandlung auf eine Sehhilfe verzichtet werden oder zumindest die benötigte Stärke auf ein Minimum reduziert werden.

Mehr als 100.00 Augenlaseroperationen werden in Deutschland jährlich durchgeführt. Tendenz steigend. Jedoch sollte ein solcher Eingriff an einem so sensiblem Sinnesorgan wie dem Auge und die damit anfallenden Kosten und möglichen Risiken gut durchdacht sein. Ein Gespräch mit einem erfahrenen Experten im Vorfeld ist hierbei unabdingbar. In einem solchen Vorgespräch wird unter anderem abgeklärt, ob Sie sich überhaupt für eine Augenlaseroperation eignen. Diese ist nämlich nur bei einer Stärke von +5 bis -10 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung von 4 Dioptrien möglich. Ausschlaggeben für eine Behandlung kann darüber hinaus auch sein unter welcher Art der Fehlsichtigkeit Sie leiden. So gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden, die je nachdem ob Sie an Kurzsichtigkeit, Langsichtigkeit, Grauem Star oder Hornhautverkrümmung leiden, angepasst werden müssen.





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Augen lasern – die Methoden

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird die refraktive Chirurgie eingesetzt um Sehschwächen zu korrigieren. In den 1930er Jahren gab es erste Studien hinsichtlich einer Modellierung der Hornhaut. Nach anfänglichen Komplikationen wurde in der 1970er Jahren die sogenannte radiäre Keratomie insbesondere in den USA und der Sowjetunion vermehrt eingesetzt. Allerdings verlor diese Methode aufgrund verschiedenster Studien im Laufe der Jahre an Bedeutung. 1983 wurde die refraktive Korrektur mit einem Excimerlaser von Stephen Trokel beschrieben und 1987 erstmals an Patienten angewandt. Im Laufe der 1990er Jahren setzten sich die bis heute eingesetzten PRK, LASEK und LASIK Methoden durch.

Diese drei Methoden unterscheiden sich hinsichtlich der Dosierbarkeit und Effektivität. Neben den Laserverfahren besteht zudem die Möglichkeit ein Implantat im Auge einzusetzen. Der Großteil der Patienten entscheidet sich jedoch für eine Laserbehandlung, da hierbei nur ein geringes Risiko für Nebenwirkungen besteht.

LASIK

Die Cornea oder auch Hornhaut ist für unsere Sehkraft ausschlaggebend. Diese wird während der LASIK Behandlung hinsichtlich der Brechkraft bearbeitet. Hierfür muss die Hornhaut kreisförmig aufgeschnitten und die oberste Schicht hochgeklappt werden. Das darunter liegende Gewebe wird anschließend mit dem Laserstrahl entsprechend angepasst. Die Behandlung ist überwiegend schmerzfrei und innerhalb weniger Minuten zu erledigen. Ein Patient, welcher sich für diese Methode entscheidet ist im Gegensatz zu den Oberflächenbehandlungen PRK, LASEK und EpiLASIK relativ schnell wieder in der Lage scharf zu sehen, da das Epithel (Deck-und Drüßengewebe auf der Hornhautoberfläche) nicht erst wieder nachwachsen muss. Die Lasik Methode wird überwiegend bei einer Korrektur im Bereich von +4 bis -10 Dioptrien eingesetzt.

PRK, LASEK, EPILASIK

Bei diesen Laserverfahren wird im Gegensatz zu der Lasik Methode das Gewebe auf der Hornhautoberfläche abgetragen und diese anschließend mit dem Laser behandelt. Unterschiede gibt es jedoch im Abtrag und Verwendung des Epithels. Während dieses beim PRK Verfahren nicht weiter verwendet wird, wirkt es im Gegenzug dazu bei den anderen beiden Methoden als Wundverband. Bei der LASEK Methode wird für 20 Sekunden eine Flüssigkeit auf Ihr Auge gegeben um eben dieses Epithel aufzuweichen. Aufgrund der benötigten Regenerationszeit für das Epidel müssen zunächst einige Tage vergehen bis die gewünschte Sehschärfe sich einstellt, was einen nicht unbedeutenden Nachteil zum LASIK Verfahren darstellen kann. Der Behandlungsbereich liegt hier bei +4 bis -8 Dioptrien.

Femtosekunden-Lenitkelextraktion (FEMTO)

Dieses relativ neue Verfahren unterscheidet sich insofern von den vorherigen Methoden, als dass ein Lentikel innerhalb der Hornhaut herausgeschnitten wird. Hierbei unterscheidet man wiederum zwischen zwei Verfahren, der sogenannten FLEx Verfahren, bei welchem nicht nur das Lenikel, sondern auch die darüber liegende Lamelle entfernt wird. Bei der SmILE Methode wird hingegen kein Flap durch den Laser geschnitten, sondern nur ein Einschnitt durch den Arzt durchgeführt durch welchen das Lenikel entfernt werden kann.
Bei allen oben genannten Methoden werden Sie unter den Excimerlaser geschoben. Ein Lidhalter verhindert dabei, dass sie Ihre Augen im falschen Moment schließen. Die Laserbehandlung selbst spüren Sie hierbei nicht.

Alternative zum Augenlasern

Darüber hinaus besteht neben den Lasermethoden die Möglichkeit ein Implantat an verschiedenen Stellen des Auges einzusetzen. Dieser Fall tritt häufig ein, wenn Patienten sich nicht für eine Augenlaseroperation eignen. Erkrankungen wie Grauer Star können mit dem Linsenaustausch vorgebeugt und korrigiert werden. Die Kunstlinse wird hierbei entweder in die vordere oder hintere Augenkammer eingebracht. Diese Behandlung mit phake Intraokularlinsen wird bei Myopien ab -5 Dioptrien und Hyperopien ab +3 Dioptrien angewandt.





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Allerdings können bei der refraktiven Chirurgie, wie bei jedem operativen Eingriff gewisse Risiken und Nebenwirkungen auftreten. Hierbei spielt insbesondere die Erfahrung des Operateurs und die Voraussetzungen des Patienten eine gravierende Rolle. Die am häufigsten beschriebenen Risiken stellen eine Einschränkung des Dämmerungs bzw. Nachtsehens dar. Auch Infektionen am Auge sind nicht auszuschließen. Dabei spielen insbesondere unhygienische Operationswerkzeuge und Räume eine entscheidende Räume. Achten Sie daher im Vorfeld auf die hygienischen Ansprüche der von Ihnen ausgewählten Klinik. Zudem sprechen einige Experten von der LASIK-Behandlung als reiner Lifestyle OP. Selbst wenn diese ideal ausfällt und der Patient wieder ohne Sehhilfe scharf sehen kann, besteht die Möglichkeit, dass mit steigendem Alter eine Nachtsichtbrille benötigt wird.

Die Kosten

Die Kosten einer solchen Laserbehandlung können sich je nach Qualifikation, Methode und Ort enorm unterscheiden. Anbieter, welche mit Angeboten für eine Behandlung von weit unter 1000 Euro pro Auge locken sollten jedoch mit Vorsicht bedacht werden. Eine seriöse Klinik verlangt in Deutschland pro Auge ca. 1500 bis 2000 Euro. Meist werden diese Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen.
Beachten Sie zudem, dass es Ihnen nach der Behandlung 7 Tage gesetzlich verboten ist Auto zu fahren und Cremes oder Augen Makeup mit Vorsicht eingesetzt werden sollten. Zudem sollten Sie es vermeiden Ihre Augen zu reiben, um Entzündungen zu vermeiden.

Mit einer ausgiebigen Abwägung der Risiken und dem Aufsuchen einer seriösen Augenklinik steht Ihrem Leben ohne Sehhilfe nichts mehr im Wege. Nach der Behandlung werden Sie die Welt im wahrsten Sinne des Wortes mit neuen Augen betrachten können.

Empfohlener Link: www.augen-lasern-vergleich.de
(Informationen über Kosten und Angebote in Ihrer Stadt)


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