Monatslinsen

Monatslinsen – Kontaktlinsen

Monatslinsen sind die beliebtesten Kontaktlinsen für Dauerträger. Es gibt sie in einer großen Bandbreite von Sehstärken und Modellen. Auch bei den Speziallinsen, z.B. als torische Kontaktlinsen oder multifokale Kontaktlinsen, sind Monatslinsen die gefragteste Ausführung. Sie haben gegenüber Tageslinsen und Wochenlinsen das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Gleichzeitig ist eine verlorene Monatslinse nicht so teuer zu ersetzen wie eine verlorene Jahreslinse. Im Kontaktlinsen Test finden Sie mehr Informationen dazu wie schlechte Kontaktlinsen von Guten unterschieden werden können.

 

Die ersten Monatslinsen müssen beim Optiker angepasst sein, um sicherzustellen, dass Krümmung und Sehstärke stimmen. Ab dann können Sie Ihre Kontaktlinsen günstig im Internet nachbestellen. Gehen Sie dennoch regelmäßig zur Kontrolluntersuchung. So stellen Sie sicher, dass die Linsen lange verträglich bleiben. Auch ein Sehtest lohnt sich mindestens alle zwei Jahre: Die Sehstärke kann sich mit der Zeit deutlich verändern.





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Woraus werden Monatslinsen gemacht?

Das älteste Material für weiche Kontaktlinsen ist Hydrogel. Es besteht aus einem Wasseranteil und einem Kunststoff-Polymer. Je höher der Wasseranteil, desto sauerstoffdurchlässiger die Linse. Allerdings verliert Hydrogel an der Luft ständig Wasser. Die verlorene Flüssigkeit saugen die Linsen aus dem Tränenfilm nach. Trockene Augen können die Folge sein. Aus diesem Grund sollte man Hydrogel-Linsen nicht länger als zehn Stunden am Stück im Augen lassen.

Das herkömmliche Hydrogel verschwindet langsam vom Markt. Stattdessen bestehen die meisten Monatslinsen heute aus Silikon-Hydrogel. Dieses Material ist sauerstoffdurchlässiger, je mehr Silikon es enthält. Kontaktlinsen aus Silikonhydrogel verlieren nicht so viel Flüssigkeit und erlauben längere Tragezeiten. Manche Hersteller bieten bereits Tag-und-Nacht-Monatslinsen aus diesem Material an.
Ein Mittelding zwischen harten und weichen Kontaktlinsen sind die sogenannten Hybridlinsen. Sie bestehen aus einem formstabilen Kern in einer weichen Hülle aus Silikonhydrogel. Diese Variante erlaubt es, mit einer komfortablen weichen Linse komplizierte Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, die für gewöhnlich eine harte Kontaktlinse erfordern.

Eine andere Sonderform von Wochen- und Monatslinsen sind die sogenannten Gellinsen gegen trockene Augen. Sie enthalten Hyaluron, das den Tränenfilm stabil hält und weniger Wasser verdunsten lässt.

Monatslinsen richtig pflegen

Damit Sie dreißig Tage lang einen klaren Blick behalten, müssen Sie Monatslinsen täglich reinigen. Sie können dazu entweder eine Kombilösung verwenden oder ein Peroxidsystem. Fragen Sie am besten Ihren Optiker, welche Reinigungslösung für Ihre Kontaktlinsen geeignet ist.

Wenn Sie Hyaluron-Gellinsen tragen, dann muss die Aufbewahrungslösung zusätzlich Hyaluronat enthalten.

Die tägliche Reinigung und Desinfektion entfernt Schmutz und Bakterien. Fettrückstände und Proteine aus der Tränenflüssigkeit können allerdings trotzdem an der Oberfläche der Linse haften bleiben und einen Film bilden, in dem sich eventuell Bakterien einnisten. Monatslinsen brauchen deshalb regelmäßige Spezialreinigungen: mit Oberflächenreiniger und Proteinentferner. Ein Oberflächenreiniger entfernt Fettrückstände. Verwenden Sie ein solches „Kontaktlinsen-Spülmittel“ einmal pro Woche, oder bei Bedarf auch häufiger. Proteinentferner dagegen brauchen Ihre Linsen alle acht Tage. Diese Reiniger enthalten spezielle Enzyme, die Proteinablagerungen auflösen.