Tageslinsen oder Monatslinsen

Tageslinsen oder Monatslinsen – welche sind besser für mich geeignet?

Haben Sie sich entschieden, alternativ oder ergänzend zu Ihrer Brille künftig Kontaktlinsen zu tragen, drängt sich eine entscheidende Frage auf: Sollen es Tageslinsen oder doch lieber Monatslinsen werden? Die gute Nachricht: Es ist sehr einfach, die richtige Variante für den individuellen Bedarf zu ermitteln. Wir stellen Ihnen die Eigenschaften, Vor- und Nachteile der beiden Kontaktlinsenarten näher vor und klären zudem, was weiche und harte Linsen mit der Tragedauer zu tun haben.





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Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile von Tageslinsen

Tageslinsen – was ist das?

Tageslinsen tragen Sie jeweils nur einen Tag lang, je nach Hersteller acht bis zwölf Stunden. Anschließend entsorgen Sie die Linsen und setzen am nächsten Tag (beziehungsweise das nächste Mal) frische Kontaktlinsen ein. In der Regel aus Hydrogel hergestellt, zeichnen sich Tageslinsen durch einen höheren Wasser- und niedrigeren Sauerstoffgehalt aus.

Vorteile von Tageslinsen

Dank der kurzen Tragezeit verlieren Tageslinsen nichts von ihrem hohen Wassergehalt. Sie sorgen demzufolge für einen gleichbleibend hohen Tragekomfort. Vorteilhaft ist weiterhin, dass die tägliche Reinigung entfällt. Und: Es ist nicht besonders schlimm, wenn Tageslinsen beschädigt werden oder abhandenkommen – ganz anders als bei Monatslinsen.

Nachteile von Tageslinsen

Den überzeugenden Vorteilen stehen zwei Nachteile gegenüber, die in manchen Fällen den Ausschlag geben können: Zum einen sind Tageslinsen bei regelmäßiger Nutzung meist deutlich kostenintensiver als Monatslinsen; zum anderen ist die Auswahl an Modellen sehr viel geringer als bei Linsen, die monatlich gewechselt werden.

Pros und Contras im Überblick

  • gleichbleibend hoher Tragekomfort
  • keine umfassende Reinigung nötig
  • Beschädigung/Verlust besser zu verkraften
  • auf Dauer deutlich teurer
  • weitaus geringere Auswahl

Zwischenfazit: Für wen sind Tageslinsen geeignet?

Tageslinsen empfehlen sich für Gelegenheitsträger. Möchten Sie hauptsächlich Ihre Brille tragen und nur in bestimmten Situationen (beim Sport, im Theater, bei schlechtem Wetter et cetera) auf Kontaktlinsen zurückgreifen, sind Sie mit Tageslinsen gut beraten.





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Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile von Monatslinsen

Monatslinsen – was ist das?

Monatslinsen tragen Sie einen ganzen Monat lang, ehe sie in den Müll wandern und einem neuen Paar Platz machen. Hier gilt dieselbe Tragedauer pro Tag wie bei Tageslinsen – also acht bis zwölf Stunden, je nachdem, was der Hersteller vorgibt.

Vorteile von Monatslinsen

Da Monatslinsen wesentlich widerstandsfähiger sein müssen als Tageslinsen, sind sie meist aus hochwertigeren Materialien gefertigt. Sie lassen bedeutend mehr Sauerstoff durch, was den Komfort zusätzlich erhöht. Des Weiteren sind Monatslinsen bei regelmäßigem Tragen erheblich günstiger als Tageslinsen. Neben Geld sparen Sie mit diesen Linsen auch Platz, da Sie nicht so viele Packungen vorrätig haben müssen. Einer der wichtigsten Vorteile bezieht sich auf das große Angebot. Es finden sich Monatslinsen für die verschiedensten Ansprüche (torische Ausführungen bei Hornhautverkrümmung, Varianten aus speziellen Materialien, die das Tragen der Linsen über Nacht oder gar mehrere Tage hinweg erlauben et cetera).

Nachteile von Monatslinsen

Die Liste der Nachteile von Monatslinsen ist nicht kurz. Zwar können die Sehhilfen bei guter Pflege problemlos über einen Zeitraum von 30 Tagen getragen werden; allerdings erfordert ebendiese Pflege einiges an Disziplin und Genauigkeit. Eine tägliche Reinigung ist essenziell. Ansonsten riskieren Sie die Einlagerung von Keimen und Bakterien auf und in den Linsen, die Ihre Augen angreifen und schädigen können. Was geeignete Pflegemittel betrifft, haben Sie die Wahl zwischen All-in-One-Kombilösungen oder einzelnen Aufbewahrungslösungen, Proteinentfernern und desinfizierenden Kochsalzlösungen.

Wichtig: Angebrochene Pflegemittel und Linsenbehälter sind alle drei Monate zu wechseln, um die Leistung zu erhalten und die notwendige Hygiene dauerhaft sicherzustellen.

Mitunter ist es auch ein Nachteil, dass die Kontaktlinsen vor dem nächsten Einsatz mehrere Stunden in der Aufbewahrungslösung verbleiben müssen. Beispiel: Nehmen Sie Ihre Linsen abends heraus und entschließen sich kurze Zeit später, doch noch wegzugehen, könnte es mit den Linsen problematisch werden. In Ausnahmefällen spricht jedoch nichts dagegen, es auszuprobieren, die Linsen also ein zweites Mal einzusetzen. Nur zur Angewohnheit sollten Sie es sich nicht machen – Ihren Augen zuliebe. Achtsamkeit spielt generell eine wichtige Rolle, wenn Sie Monatslinsen nutzen. Gehen sie kaputt oder verloren, ist dies bei weitem ärgerlicher als bei Tageslinsen.

Pros und Contras im Überblick

  • hochwertiger und widerstandsfähiger
  • bei regelmäßigem Tragen günstiger
  • großes Angebot für diverse Ansprüche
  • umfassende und sorgsame Pflege nötig
  • hygienische Mängel können Augen schaden
  • Verlust/Schaden wiegt deutlich schwerer

Zwischenfazit: Für wen sind Monatslinsen geeignet?

Wer nicht nur zu speziellen Anlässen, sondern im Alltag Kontaktlinsen tragen möchte, trifft mit Monatslinsen die richtige Entscheidung. Ist die Pflege der Linsen einmal verinnerlicht, fällt es auch nicht schwer, sie konstant umzusetzen.

Weiche und harte Linsen im Zusammenhang mit der Tragedauer

Als Neuling auf dem Gebiet der Kontaktlinsen werden Sie auch mit der Frage konfrontiert, ob Sie weiche oder harte Linsen bevorzugen sollten. Es gibt hier einen Zusammenhang zur Tragedauer: Während weiche Kontaktlinsen tendenziell für kürzere Tragezeiten vorgesehen sind und deshalb als Tages- oder Monatslinsen verkauft werden, können harte Linsen (auch formstabile Linsen genannt) zum Teil sogar mehrere Jahre getragen werden.

Extra: Unterschiede zwischen weichen und harten Kontaktlinsen

Weiche Linsen weisen einen größeren Durchmesser als harte Ausführungen auf. So haftet das elastische Material gut an der Augenoberfläche an. Dies wiederum sorgt für ein stark reduziertes Fremdkörpergefühl. Deshalb ist meist nur eine sehr kurze Eingewöhnungszeit erforderlich. Demgegenüber liegen harte Linsen auf dem Tränenfilm auf – sie bedecken also nicht die komplette Hornhaut. Aus diesem Grund kommen sie mit einem geringeren Durchmesser aus. Allerdings erzeugt das starre Material der formstabilen Linsen gemeinhin ein intensiveres Fremdkörpergefühl, das oft erst nach einer Eingewöhnungszeit von einigen Stunden oder gar Tagen nachlässt und schließlich ganz verschwindet. Durch den Lidschlag wird der Tränenfilm regelmäßig erneuert – und das Auge in der Folge laufend mit frischem Sauerstoff versorgt. Dank dieses natürlichen Vorgangs ist der Tragekomfort hoch.

Die Nachteile von harten Linsen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Beim Sporttreiben und auch bei Outdoor-Aufenthalten können aufgrund der Form und Position der Kontaktlinsen schneller Verunreinigungen unter die Linsen geraten, was unangenehme Gefühle nach sich zieht und Infektionen begünstigt. Darüber hinaus ist der Halt im Auge weniger zuverlässig.

Schlusswort

Ob Tageslinsen oder doch Monatslinsen besser für Sie geeignet sind, hängt vor allem davon ab, wie oft beziehungsweise regelmäßig Sie Ihre Kontaktlinsen tragen wollen. Möchten Sie Linsen als Brillenersatz im Alltag verwenden, sind Monatslinsen im Normalfall die bessere Wahl. Umgekehrt sollten Sie Tageslinsen kaufen, wenn Sie die Linsen lediglich in speziellen Momenten – etwa zum Ausgehen oder beim Sport – einzusetzen gedenken.


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